Locker-flockig durch die Abschlussprüfung

Locker-flockig durch die Abschlussprüfung

Am Ende eines jeden Ausbildungsweges stehen die Prüfungen

Aus was bestehen die Prüfungen?

→ Die schriftlichen Prüfungen erfolgen in den Fächern: Spezielle Wirtschaftslehre (SWL), Allgemeine Wirtschaftslehre (AWL) und Rechnungswesen (RW). Für die Zusatzqualifikation zum Finanzassistent/in müssen zudem schriftliche Prüfungen in den Fächern Allfinanz (AllFi) und Steuerrecht (StR) abgelegt werden.

→ Die mündliche Prüfung besteht aus einem Beratungsgespräch, das im Beisein der IHK Prüfer erfolgt. Hierbei werden Themen, wie bspw. der Zahlungsverkehr, die Geldanlage oder das Kreditgeschäft besprochen. Für den Abschluss als Finanzassistent/in ist zudem ein weiteres Beratungsgespräch zu Themen aus AllFi und StR für das Erreichen der Zusatzqualifikation notwendig.

Die zwei- (Finanzassistent/in) oder dreijährige (Bankkaufmann/-frau) Ausbildungszeit ist in mehrere Schulblöcke aufgeteilt. Während dieser Zeit erfolgt die Vorbereitung auf die anstehenden Prüfungen Schritt für Schritt. Die in der Berufsschule angeeigneten Inhalte werden regelmäßig im Betrieb angewandt. Somit ist es durch den täglichen Praxisbezug einfacher, die Hintergründe der verschiedenen Themen zu verstehen.

Wie hoch ist der Lernaufwand vor den Prüfungen?

→ Jeder muss für sich selbst herausfinden, wie viel Lernaufwand für die Prüfungen investiert werden soll. Es geht darum, sich mit seinem angeeigneten Wissen wohl zu fühlen, um locker und flockig zu bestehen.
Die kontinuierliche, aktive Mitarbeit in den Unterrichtseinheiten ist die beste Vorbereitung. Auf diese Weise ist das Lernen sehr effektiv und erfolgt ohne weiteren Druck. Der eigene Lernaufwand für die bevorstehenden Prüfungen wird durch die gute Vorbereitung über die ganzen Ausbildungsjahre hinweg zudem verringert.

→ Die Teilnahme an Beratungsgesprächen und auch Beratungstrainings sind bereits ein großer Bestandteil der Ausbildungszeit. Der Besuch zusätzlicher Seminare bei der BWGV Akademie sowie interne Schulungen bereiten sehr gut auf die mündliche(n) Abschlussprüfung(en) vor.

Mit diesem Wissen und einer guten Vorbereitung sind die Prüfungen souverän zu meistern. Am wichtigsten ist es, sich selbst nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Auf diese Weise können auch die Abschlussprüfungen entspannt bestanden werden.

Bewerbung – darauf kommt es an!

Bewerbung – darauf kommt es an!

Mit dem Schulabschluss in der Tasche gibt es unzählige Möglichkeiten in die Berufswelt einzusteigen. Doch jedem Job geht eine Bewerbung voraus, in der man sich vorstellt und beschreibt, warum man gerade für diesen Beruf so gut geeignet ist. Leider ist die Vorbereitung darauf in manchen Schulen nicht sehr umfassend. Das kann einen unerfahrenen Berufseinsteiger schon nervös werden lassen. Natürlich gibt es unzählige Ratschläge oder Musterbeispiele in Online-Foren, doch wir dachten uns, dass Tipps und Meinungen aus der Praxis wohl immer noch am besten sind. Deshalb haben wir unseren Personalleiter, Herrn Moussourakos, diesbezüglich interviewt.

 

Zunächst einmal: Welche Bestandteile sollte eine interessante Bewerbung beinhalten?

Formal sollte die Bewerbung einen ordentlichen Eindruck machen – Tipp- und Rechtschreibfehler sollten vermieden werden. Der Inhalt des Anschreibens sollte knapp ausfallen und sich auf das Wesentliche beschränken. Beim Verfassen könnte es hilfreich sein, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Warum will ich genau diesen Beruf ausüben? Was ist meine Motivation?
  • Warum möchte ich genau bei diesem Unternehmen arbeiten?
  • Was biete ich dem Unternehmen? Was macht mich als Menschen aus?

Dabei geht es nicht darum, einen perfekten Text zu schreiben. Viel wichtiger ist es, sich Mühe zu geben und persönliche Formulierungen zu verwenden. Eine perfekt formulierte Bewerbung beeindruckt niemanden, wenn man merkt, dass es eine Mustervorlage aus dem Internet ist – und das merken erfahrene Personaler.

 

Weitere Tipps:

Die Bewerbung sollte auf jeden Fall Korrektur gelesen werden. Das letzte Zeugnis gehört selbstverständlich dazu und ein Lebenslauf ist ebenfalls Standard. Das Erwähnen von Hobbys oder sozialem Engagement wird immer gerne gesehen und hinterlässt einen guten Eindruck.

Über ein Bewerbungsfoto freuen wir uns, es ist allerdings keine Pflicht. Wenn man ein Foto beifügt, sollte man aber darauf achten, dass nicht gerade das unaufgeräumte Zimmer oder stapelweise Bierkästen im Hintergrund zu sehen sind. 😉

 

Allgemeine Ratschläge für die Vorbereitung auf das Gespräch?

Für jedes Bewerbungsgespräch ist es sicher gut, sich gedanklich damit zu befassen und vielleicht sogar zuhause zu üben. ABER: Es macht überhaupt keinen Sinn, einen „Vortrag“ auswendig zu lernen. Schließlich geht es darum, den Menschen kennenzulernen. Und bisher haben wir es immer geschafft, dass sich ein interessantes Gespräch entwickelt.

Schön ist, wenn die Bewerber Interesse am Unternehmen zeigen und sich vorab ausreichend informieren, z.B. über die Unternehmenshomepage oder Info-Angebote wie diesen Blog.

 

Wie wichtig sind gute Noten?

Gute Noten schaden nie. Für die berufliche Ausbildung gibt es bei uns dennoch keine Mindestanforderungen – auch nicht für die Mathenote. Einen Menschen macht viel mehr aus, als sein Schulzeugnis.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Die Erfahrung zeigt, dass aufgrund des sehr hohen Anspruchs im Dualen Studium ein Abi-Schnitt von 2,0 oder besser empfehlenswert ist.

 

Gibt es typische Fragestellungen, auf die sich ein Bewerber vorbereiten kann?

Zum Einstieg in das Gespräch hat man immer die Möglichkeit von sich selbst und der Motivation für die Bewerbung zu berichten. Ansonsten ist kein Gespräch wie das Andere. Grundsätzlich soll das Gespräch authentisch – und möglichst spontan – ablaufen, um die Bewerber so kennenzulernen wie sie auch tatsächlich sind.
Die „Stärken-und-Schwächen“-Frage ist dabei noch immer beliebt, da sie zeigt, wie reflektiert jemand ist. Auch hier kommt es wieder auf die Ehrlichkeit der Bewerber an.

 

Welche Kleidung sollte zum Bewerbungsgespräch getragen werden?

Unser Dresscode in der Bank ist „sportlich-elegant“. Eine Krawattenpflicht gibt es bei uns nicht mehr. Trotzdem sind löchrige Jeanshosen (egal von welchem Designer), oder ein Trainingsanzug (unabhängig von der Anzahl der Streifen) unangemessen. Im Bewerbungsgespräch sollte der Dresscode ähnlich ausfallen.

 

Was vermittelt einen guten ersten Eindruck?

Der erste Eindruck umfasst nur wenige Sekunden. Ein freundliches Lächeln, ein ordentlicher Händedruck und eine offene Grundhaltung fallen sofort positiv auf. Zudem entspannt sich die Atmosphäre für das anschließende Gespräch dann ganz von selbst.

 

Welche Charaktereigenschaften sind besonders wertvoll?

Neugierde (die positive Variante), Kommunikationsbereitschaft und der Wunsch sich weiterzuentwickeln sind bei uns gern gesehen. Darüber hinaus hilft eine gesunde Portion Selbstreflexion immer weiter.

 

Was sind „No-Go’s“ in einem Bewerbungsgespräch?

Unehrlichkeit.

 

Wie läuft das Bewerbungsgespräch ab?

Zunächst einmal stellen wir uns als Ausbildungsbetrieb vor und danach sind die Bewerber an der Reihe etwas über sich zu erzählen. Anschließend werden im Gespräch viele Fragen, die das Unternehmen hat, geklärt. Und zum Schluss bekommen auch die Bewerber die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dieses Gesprächskonzept hat jedoch Spielraum für Abweichungen und spontane Themen, somit ist jedes Vorstellungsgespräch individuell.

 

Welche Rolle spielen die eigenen Social-Media-Accounts (Instagram, Facebook und Co.) bei der Bewerbung?

Wir schauen uns nicht automatisch jeden Bewerber-Account an, wenn es einen Anlass dafür gibt, kann das aber schon mal vorkommen. Grundsätzlich ist es sowieso jedem zu empfehlen, Bilder vom Totalabsturz auf dem letzten Weinfest nicht zu veröffentlichen. Schließlich würde man ein entsprechendes Foto auch nicht an den nächsten Baum nageln.

Wer das dennoch tut, zeigt nicht gerade eine hohe Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien und dem Thema Digitalisierung. Und das sind Themen, die auch für uns sehr wichtig sind.

 

Macht es einen schlechten Eindruck, sich auch bei anderen Banken zu bewerben?

Nein, im Gegenteil. Es zeigt viel mehr, dass sich der Bewerber Mühe gibt und den Beruf auch ernsthaft ausüben will.

 

Woran werden geeignete Azubis erkannt?

Es gibt keine „Muster-Azubis“. Ein Team funktioniert schließlich dann am besten, wenn möglichst unterschiedliche Charaktere zusammenarbeiten. Manche sind eher ruhig und zurückhaltend, andere lebhaft und kommunikativ – und so verteilen sich die Aufgaben letztlich oft ganz individuell.

 

Eine wichtige Sache zum Schluss:

Das Bewerbungsgespräch ist eine gegenseitige Vorstellung und auch wir als Unternehmen geben uns Mühe, dass das Gespräch angenehm und auf Augenhöhe verläuft. Deshalb braucht niemand Angst vor einem Vorstellungsgespräch zu haben. Eine Zusage für einen Ausbildungsplatz ist nicht nur für die Bewerber ein tolles Ergebnis, sondern immer auch für uns.

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Aus dem Interview mit unserem Personalleiter, Herrn Moussourakos, haben wir mitgenommen, dass es kein Rezept für die perfekte Bewerbung oder das Bewerbungsgespräch gibt. Es ist vielmehr das Zusammenspiel von Authentizität, Ehrlichkeit, eigenem Interesse und Engagement, durch das festgestellt werden kann, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten passt.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Bewerbung. Vielleicht erhalten wir ja auch eine von Dir 😊.