Ja, das ist möglich!
Mit der Ausbildung zum Finanzassistent/-in kannst du schon in zwei Jahren in dein Berufsleben starten.
Voraussetzung hierfür ist das (Fach-)Abitur.

Das wird dich erwarten:
Der betriebliche Ausbildungsinhalt der Finanzassistenten ist identisch zu der Ausbildung der Bankkaufleute. Der Besuch von internen Abteilungen ist ebenfalls Bestandteil der Ausbildung.
Für Inhalte die nicht in einer Abteilung oder am Markt angesprochen werden können, wird in regelmäßigen Abständen ein sogenannter “Innerbetrieblicher Unterricht”, kurz „IBU“, gehalten. Hier werden Inhalte über Abteilungen oder beratungsrelevante Themen vermittelt. Für komplexere Themen, wie staatliche Förderungen, Wertpapiere und weitere Themen sind Seminare in Karlsruhe vorgesehen.

In der Praxis durchläufst du verschiedene Abteilungen und Filialen unserer Bank. In den internen Abteilungen bist du in unserem modernem Verwaltungsgebäude in Eschbach und lernst die verschiedenen Aufgaben und deren Verantwortlichen kennen. Im Service lernst du den abwechslungsreichen Alltag im Kundenkontakt, die Vielfalt der Tätigkeiten und die individuellen Wünsche und Anliegen der Kunden kennen. Gegen Ende deiner Ausbildung besuchst du die Kundenberatung und hast die Möglichkeit einzelne Sequenzen des Beratungsgesprächs selbstständig zu führen.

Ebenso wird man gegen Ende der Ausbildung bestens auf die mündliche Prüfung vorbereitet und braucht somit nicht in Panik zu verfallen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Ausbildungsgängen sind zum einen, die verkürzte Ausbildungsdauer beim Finanzassistenten und zum zweiten, die unterschiedlichen Fächer in der Berufsschule. Während man als Bankkaufmann/-frau die Fächer Deutsch und Gemeinschaftskunde besucht, hat man als Finanzassistent die Fächer Allfinanz und Steuerrecht.

Im Fach Allfinanz (Alfi) lernt man alles zum Thema Gebäude, Grundstücke, Versicherungen und Altersvorsorge. Im Fach Steuerrecht (StR) wird, wie es der Name schon sagt, alles rund um das Thema Steuern behandelt. Du lernst zum Beispiel wie das zu versteuernde Einkommen errechnet wird, was alles in der Steuerklärung als Aufwendungen geltend gemacht werden kann und welche verschiedene Pauschalen angesetzt werden können. Die restlichen fünf Fächer sind spezielle Wirtschaftslehre (SWL), allgemeine Wirtschaftslehre (AWL), Rechnungswesen (RW), Datenverarbeitung und Englisch.

Die spezielle Wirtschaftslehre spiegelt das ganze Bankensystem wieder: vom Zahlungsverkehr und dem allgemeinen Kreditgeschäft bis hin zu unterschiedlichsten Wertpapierarten. In der allgemeinen Wirtschaftslehre arbeitet man viel mit Gesetzestexten und lernt alles rund um das Thema Gesellschaften und Gesellschafter, Arbeitsverträge, Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern-/gebern bis hin zum Thema Geldpolitik. In dem Fach Rechnungswesen geht es um die allgemeine Buchführung, die Bankbuchführung sowie die Kosten- und Leistungsrechnung. Die Mathegenies unter euch fühlen sich hier sicher am wohlsten.

Auch wir müssen am Ende der Ausbildungszeit Abschlussprüfungen schreiben. Die schriftlichen Prüfungen erfolgen bereits im Mai des zweiten Lehrjahres in den Fächern SWL, AWL, RW, StR und Alfi. Die mündlichen Prüfungen finden etwa zwei Monate später statt. Hierbei ist die erste Prüfung identisch mit der Prüfung der Bankkaufleute, bei der man ein Beratungsgespräch innerhalb von zwanzig Minuten simuliert. In der zweiten mündlichen Prüfung wird das Wissen aus den Fächern Steuerrecht und Allfinanz abgefragt, meistens auch in Form eines Beratungsgespräches.

Wie du sicher feststellen konntest bietet der Ausbildungsberuf zum Finanzassistent/-in sehr viel Abwechslung mit vielen neuen Lerninhalten in einer kurzen Zeitspanne. Ebenso dürft ihr viele verschiedene Bereiche der Bank durchlaufen und lernt somit auch viele neue und hilfsbereite Leute kennen.