Rückblickend betrachtet verging das erste Jahr an der DHBW Lörrach wie im Flug. Es war ein aufregendes Jahr mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen, verbunden mit viel Arbeit und Anstrengung. Letzteres besonders im zweiten Semester, da die Klausuren und sonstigen Prüfungsformen nicht mehr semesterbezogen waren, sondern von nun an einmal pro Studienjahr absolviert werden müssen. Dazu aber später mehr.

Im ersten Studienjahr beschäftigten wir uns insbesondere mit den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, welche auch 20 Vorlesungsstunden zum Thema Marketing beinhalteten. Des Weiteren stand auch die Einführung in die Bankbetriebslehre, Versicherungslehre und Volkswirtschaftslehre auf dem Plan. Häufig hatten wir Vorlesungen bei Dozenten, die nicht hauptberuflich an der DHBW Lörrach dozieren – es waren bspw. aktive Experten aus der Finanzbranche, die die Theorie besonders gut an Praxisbeispielen erläutern konnten. Genau diese Vorlesungsstunden empfand ich persönlich am Interessantesten. Zusätzlich gab es im ersten Studienjahr die Module Mathematik und Statistik, Technik der Finanzbuchführung, Digitale Transformation und Unternehmensrechnung, bestehend aus Kosten- und Leistungsrechnung sowie Finanzierung und Investition. Die Vorlesungen in Mathe und Statistik sind wirklich halb so wild und auch für eine “Matheniete” gut zu bewältigen. Sie sollen uns insbesondere auf die Inhalte in VWL und die bevorstehenden wissenschaftlichen Arbeiten vorbereiten. In der Veranstaltung “Technik der Finanzbuchführung” hat uns der Dozent in seinem eigens entwickelten Programm die Theorie und viele Übungsaufgaben zur Verfügung gestellt. Dies war insbesondere im Hinblick auf die Klausur eine große Unterstützung und ermöglichte uns eine super Vorbereitung. Während der Vorlesung zur digitalen Transformation haben wir über die Optimierung von Prozessen in der Finanzbranche diskutiert, insbesondere darüber, wie Banken im digitalen Zeitalter bestehen können und mit der permanenten Konfrontation mit FinTech-Unternehmen umgehen sollten. Für alle, die gerne kreativ sind und eigene Ideen entwickeln, ist das eine äußerst spannende Vorlesung. 

Wie bereits beschrieben, war das erste Studienjahr abwechslungsreich und spannend, allerdings zieht jede Vorlesung auch eine Prüfung mit sich. Wer sich jedoch gut auf die bevorstehende Prüfungsphase vorbereitet hat, konnte diese auch locker meistern. Die meisten Prüfungsleistungen wurden in Form einer Klausur erbracht. In Statistik bestand diese hingegen aus einem Kurztest, sowie einer zusätzlichen mündlichen Prüfung. Für die Vorlesung “Digitale Transformation” mussten wir ein Assignment als Prüfungsnachweis ablegen. Hierbei durften wir in Teams, bestehend aus 2 Studierenden, eine Hausarbeit über vorgegebene Themen in einem festgelegten Zeitrahmen erstellen. Diese Prüfungsform war bei uns äußerst beliebt, da es eine willkommene Abwechslung zu den gewöhnlichen Klausuren darstellte. Wer nun denkt, dass das zweite Semester mit der Prüfungsphase endet, liegt leider nicht ganz richtig. Im Nachgang musste nämlich noch die erste Projektarbeit – eine wissenschaftliche Arbeit – erstellt werden. Die Projektarbeit dokumentiert den Transfer der in den Theoriephasen erlernten wissenschaftlichen Grundlagen und deren Anwendung in den betrieblichen Praxisphasen. Dabei sollen die Erkenntnisse auf eine betriebliche Fragestellung angewandt werden. Aber keine Sorge – auch das ist machbar. Schließlich ist die Vorbereitung in den Vorlesungen zum wissenschaftlichen Arbeiten hilfreich und erleichtert den Einstieg in die Thematik. Mit der Abgabe der ersten Projektarbeit endete schließlich das erste Studienjahr und wir hatten alle wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. 

Ich bin gespannt, was die kommenden Semester bereithalten und freue mich schon sehr.

Sofia Felde
geschrieben von Sofia Felde

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