Mit der DHBW nach Shanghai!

Mit der DHBW nach Shanghai!

“Dear passengers, one of our engines isn’t working, but it’s okay – we have a spare one that works.”

Mit diesem äußerst beruhigenden Kommentar meines Piloten begann meine 2-wöchige Reise nach Shanghai, wo ich diesen September an der Shanghai Summer School 2025 teilnahm.
Die Shanghai Summer School ist ein Short-Term-Exchange-Programm, dass seit drei Jahren von der DHBW (meiner Dualen Hochschule) und unserer Partnerhochschule, der Zhongqiao University in Shanghai, ausgerichtet wird. Nach mehreren Infoabenden und einem umkämpften Bewerbungsverfahren kam eine Gruppe aus 21 Studierenden aus verschiedenen DHBW-Standorten zusammen, die diese Reise gemeinsam antreten durften – eine davon war ich…

Es gibt Reisen, die man macht, und danach ist man einfach ein bisschen verändert. Genau so fühlt es sich an, wenn ich an meine Teilnahme an der Summer School in Shanghai zurückdenke.
Schon die Anreise war ein Abenteuer für sich: Über 20 Stunden unterwegs, verschiedene Flüge, Zwischenstopps, endloses Warten – und dann endlich der Moment, als ich in Shanghai landete. Müde, aber voller Neugier. Am Flughafen wurden wir von den Studierenden und Dozenten der Zhongqiao University, unserer Partnerhochschule, herzlich begrüßt. Sofort merkte man diese Mischung aus Fremdheit und Willkommensein, die die nächsten Tage prägen sollte. Die ersten Nächte verbrachten wir in den Studentenwohnheimen der Uni, wo wir gleich Unterstützung bei allen Fragen rund um Technik und Alltag erhielten.
Kurz darauf zog es uns schon mitten hinein ins pulsierende Zentrum von Shanghai. Die Stadt erschlägt einen im ersten Moment mit ihren Hochhäusern, blinkenden Reklametafeln und endlosen Straßen voller Menschen. Und doch war es faszinierend, Teil dieses riesigen Organismus zu sein. Wir bestiegen den Shanghai Tower, eines der höchsten Gebäude der Welt, und den legendären Oriental Pearl Tower, von wo aus die Stadt wie ein schimmerndes Lichtermeer unter einem dünnen Glasboden zu unseren Füßen lag.

Natürlich gehörte auch das Essen zu unseren unvergesslichen Erlebnissen – und das war nichts für schwache Nerven. Während die „chinesische Küche“ in Deutschland eher zahm daherkommt, wurden wir in Shanghai mit ganz neuen Geschmäckern konfrontiert. Nicht nur einmal mussten wir über unseren eigenen Schatten springen und gleich mehrfach mussten wir vor den wilden Gerichtskombinationen kapitulieren. Mein persönlicher Favorit: „Chicken Feet – very tasty!“- man bemerke die Ironie…
Für unsere mitreisenden Vegetarier war das auf jeden Fall ein Drahtseilakt und für uns hieß es: Mut zur Lücke! Denn nicht nur einmal folgte auf die Frage „Was isst du gerade?“ ein leicht panisches „Ich weiß es nicht!“ Trotzdem gehörten diese kulinarischen Abenteuer zu den Dingen, die ich auf unserer Reise nicht hätte missen wollen.

Eine Erkenntnis traf mich außerdem eiskalt: Ohne Smartphone ist man in Shanghai verloren. Zahlen im Restaurant, Streetfood am Markt, U-Bahn fahren oder ein Didi bestellen – alles läuft über Apps. Wer sich jetzt fragt „Was sind Didis?“ kann beruhigt sein, denn Didis sind die chinesische Variante von Uber. Und das Beste: Sie kosten nur einen Bruchteil von dem, was wir in Deutschland zahlen würden. Wer die Stadt lieber langsam entdecken will, kann sich übrigens für wenige Cent ein Fahrrad leihen – und das an fast jeder Straßenecke. Von beiden Varianten machte ich mit meinen neugewonnenen Freunden in den zwei Wochen unserer Reise starken Gebrauch.

Ein weiteres Highlight war unser Ausflug nach Hangzhou, wo wir den idyllischen Westlake besuchten. Ein Ort, der wie aus einer anderen Welt wirkte – ruhig, grün, fast märchenhaft, ein krasser Kontrast zur quirligen Großstadt. Abends stürzten wir uns auf Night Markets, wo es nicht nur exotische Snacks, sondern auch unzählige kleine Stände mit handgemachten Kostbarkeiten zu entdecken gab.
Besonders beeindruckend war der Wholesale Market in Yiwu. Fünf gigantische Distrikte voller Geschäfte, die ihre Produkte zur Schau stellen, um Lieferverträge mit Händlern aus aller Welt abzuschließen. Besonders im ersten Distrikt, wo sich die Kuscheltiere über mehrere Straßen hinweg stapelten, konnte man kaum glauben, dass so viele Plüschtiere überhaupt auf einmal existieren konnten. Um sich das Ausmaß etwas besser vorstellen zu können hier eine kleine Rechnung: Der Whole Sale Market hat über 75.000 Läden. Wenn man jedem dieser Läden nur 30 Sekunden wittmen würde, bräuchte man 26 Tage! Dabei ist das hin und her laufen zwischen den Läden nicht mit einberechnet… Fazit RIESIG! Ich persönlich habe es in 3 Stunden nicht geschafft über Distrikt 2 hinauszukommen, obwohl ich hauptsächlich an den Läden vorbeigelaufen bin…
Auf jeden Fall ein einmaliger Eindruck!

Zum Ende der Reise kehrten wir noch einmal an die Partneruniversität zurück. Dort fand ein Architektur-Wettbewerb statt, bei dem wir Türme bauten und sofort spürten, wie sehr die chinesischen Studierenden den Wettkampf lieben. Es war eine tolle Gelegenheit, gemeinsam zu lachen, zu tüfteln und voneinander zu lernen bevor wir für unseren letzten – und freien – Tag noch einmal in das Zentrum Shanghais reisten, um ausgelassene Erfahrung unseres ersten Besuches dort nachzuholen, bevor wir uns wieder auf dem Heimweg begeben mussten. Als es schließlich zurück nach Deutschland ging, schwankten unsere Gefühle zwischen Wehmut und Erleichterung – einerseits fiel es schwer, diese bunte Welt hinter uns zu lassen, andererseits freuten wir uns auf ein bisschen Schlaf und den vertrauten Alltag.

Diese Summer School war nicht nur eine Reise, sondern ein echtes Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Zwei Wochen voller neuer Erfahrungen, neuer Erkenntnisse und neuer Freundschaften, die ich durch mein Duales Studium bei der VBBM und der DHBW erleben durfte.

Wenn das für dich nach einem unvergesslichen Erlebnis klingt, deine Abenteuerlust geweckt hat und du Bock auf ein Duales Studium bei der VBBM hast, dann bewirb dich hier.
Mein Alltag im Dualen Studium

Mein Alltag im Dualen Studium

Du überlegst, dich für ein Duales Studium bei der VBBM zu bewerben? Dann bist du hier genau richtig!  

In diesem Beitrag habe ich für dich alle wichtigen Infos zusammengetragen, damit du entspannt und ohne Angst vor der Ungewissheit in den Bewerbungsprozess starten kannst. 

Wenn du noch zwischen dem Dualen Studium und einer Ausbildung schwankst, schau auch gerne mal beim letzten Blog-Beitrag zum Thema „Duales Studium“ vorbei. 

Voraussetzungen

Bei potenziellen dualen Studierenden kommt eine Frage sehr oft auf: 

„Bin ich überhaupt qualifiziert genug für das Duale Studium?“  

Diese Frage können wir in vielen Fällen mit einem „Ja!“ beantworten. Denn neben dem obligatorischen Abitur (oder einem vergleichbaren Abschluss) benötigt es hauptsächlich Motivation und Durchhaltevermögen, was das Studium angeht. Außerdem ist es gerade bei der Bank wichtig, gut mit Kunden umgehen zu können. Während deine Persönlichkeit und Teamfähigkeit eine wichtige Rolle spielen, runden gute Noten deine Bewerbung ab. 

Gebühren und Vergütung 

In deinem Dualen Studium bei der VBBM musst du dir keine Sorgen um Geld machen, denn als dualer Studierender bekommst du neben einer fairen monatlichen Vergütung auch deine jährlich anfallenden Studiengebühren erstattet. 

Studiengang und Kurse 

Die VBBM ist Partner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Lörrach. Das heißt, wenn du dich für ein Duales Studium entschieden hast, wirst du die Hälfte deiner dreijährigen Ausbildungszeit am Lörracher Campus der DHBW verbringen. Dort werden unter anderem der Studiengang BWL–Finanzdienstleistungen oder Portfoliomanagement angeboten. In deinem Studium begleiten dich Fächer wie BWL, VWL, Wirtschaftsmathematik, Marketing, Recht und Finanzbuchhaltung.

Die einzelnen Kurse finden dann als 2- bis 6-stündige Vorlesungen statt, die einerseits frontal, andererseits in Gruppenarbeit oder Arbeitsphasen abgehalten werden. Die Vorlesungen sind oft blockhaft angeordnet, d. h. dass du bspw. in den ersten drei Wochen ein Kurs dreimal pro Woche besuchen wirst, der dann abgeschlossen ist. Dann wird die zeitliche Lücke durch einen anderen Kurs gefüllt. Du wirst also immer nur wenige Fächer gleichzeitig haben, worurch man sich gut auf die einzelnen Themen konzentrieren kann. 

In einem der späteren Semester kannst du dich zur Spezialisierung für ein Wahlfach entscheiden und so deine Interessen in deinen Stundenplan mit einbringen. Der Stundenplan selbst sieht an der DHBW übrigens sehr wechselhaft aus. Anders als in der Schule sind deine Vorlesungen jetzt einzelne Termine, die nur selten zur selben Zeit beginnen. Während der eine beispielsweise am Dienstag von 8 Uhr morgens bis 16.30 Uhr geht, kann der nächste Dienstag um 10 Uhr beginnen und 13 Uhr enden. 

Klausuren 

Ist ein Kurs abgeschlossen, steht der Klausur nichts mehr im Wege. Diese kann auf verschiedene Weisen abgelegt werden. Natürlich gibt es die klassische Klausur als schriftliche Abfrage des gelernten Wissens. Aber die Dozierenden können auch bestimmen, ob sie den Leistungsnachweis ihrer Studierenden z. B. lieber in Form einer Präsentation oder eines Assignments einfordern wollen. Assignments sind kurzgefasst Aufsätze, die die Aufgabenstellung nur mit wissenschaftlichen Quellenangaben beantworten dürfen. Klingt erst mal kompliziert, ist jedoch mit etwas Übung gut zu meistern.  

Die Bewertung läuft ähnlich variabel ab. Meistens gibt es zwei Kurse, deren Klausuren jeweils einen prozentualen Anteil einer fachübergreifenden Doppel-Klausur ausmachen. In einer 100-minütigen Prüfung könnten also beispielsweise 40% Marketing-Aufgaben drankommen und 60% BWL – natürlich mit entsprechender Punktegewichtung. Der Clou besteht darin, dass man nur in der Doppel-Klausur eine gewisse Punktzahl erreichen muss, um zu bestehen. Wenn du also eine volle Punktzahl in BWL erreichst, könntest du theoretisch auch mit null Punkten im Marketing bestehen – Wobei das natürlich nicht meiner Handlungsempfehlung entspricht. 😉

Praxisphase 

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Praxisphase bei der VBBM.

Bekanntlich fängt das Duale Studium erst im Oktober an und startet dann direkt in die erste Theoriephase. Aus diesem Grund wird dem Studienbeginn deshalb ein einmonatiges Praktikum vorangestellt, damit die dual Studierenden gleichzeitig mit den Auszubildenden starten können.  

Das Praktikum beginnt für alle mit einer Einführungswoche, um sich gegenseitig kennenzulernen und bestimmte Grundlagen zu erlernen. Danach geht es für die dualen Studierenden für drei Wochen in eine Filiale, um auch dort erste Einblicke in ihren zukünftigen Arbeitsalltag zu bekommen. Aber schneller, als man denkt, geht es dann auch schon in die erste Theoriephase.

Im Januar beginnt dann offiziell deine erste Praxisphase bei der VBBM! Nach dreimonatiger Abwesenheit ist es anfangs natürlich etwas herausfordernd sich wieder zurecht zu finden, aber die Verwirrung verfliegt schnell. Termine vereinbaren, Fragen beantworten, Online-Banking einrichten – Das sind nur ein paar deiner täglichen Aufgaben, die Stück für Stück durch umfassendere Vorgänge ergänzt werden.

Sobald du dich eingelebt hast, wirst du immer mal wieder für jeweils einzelne Wochen in verschiedene interne Abteilungen eingeteilt, sodass du im Verlauf deiner Ausbildung umfassende Einblicke in das Unternehmen erhältst und alle Mitarbeitenden kennenlernst.

Na, Lust auf’s duale Studium bekommen? Dann bewirb dich hier für den Studienbeginn 2025. Wir freuen uns auf dich! 🙂